Landtagsabgeordneter absolviert Hofpraktikum in Balve-Höveringhausen.
Wie sieht der Alltag auf einem landwirtschaftlichen Betrieb heute aus – und vor welchen Herausforderungen stehen die Familien, die tagtäglich dafür sorgen, dass Lebensmittel aus der Region auf unsere Tische kommen? Diesen Fragen ist der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Matthias Eggers jetzt ganz praktisch nachgegangen. Im Rahmen seiner Sommertour absolvierte er ein Hofpraktikum bei Landwirt Guido Schmoll in Balve-Höveringhausen.
Dabei blieb es nicht beim Zuschauen: Eggers half unter anderem dabei, die Pferde auf die Weide zu bringen und die Kälber zu füttern. Außerdem ließ er sich ausführlich erklären, wie der Melkroboter funktioniert und wie moderne Technik inzwischen viele Arbeitsabläufe in der Landwirtschaft unterstützt.
„Wer über Landwirtschaft spricht und politische Entscheidungen trifft, sollte sich immer wieder anschauen, was diese Entscheidungen in der Praxis bedeuten. Deshalb war es mir wichtig, nicht nur mit Guido Schmoll und seiner Familie am Tisch zu sitzen, sondern selbst mit anzupacken und einen unmittelbaren Einblick in den Arbeitsalltag auf dem Hof zu bekommen“, erklärt Eggers.
Der Hof Schmoll ist fest in Balve-Höveringhausen verwurzelt. Neben der Viehhaltung gehört unter anderem auch der Kartoffelanbau zum Betrieb. Beim gemeinsamen Frühstück und während des Rundgangs über den Hof ging es deshalb auch um die aktuelle Situation der Landwirtschaft. Die anhaltende Trockenheit und ihre Folgen für Felder, Futter und Erträge waren ebenso Thema wie die stetig wachsenden bürokratischen Anforderungen an landwirtschaftliche Betriebe.
„Unsere Landwirte brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und vor allem wieder mehr Zeit für das, was ihre eigentliche Arbeit ist: ihre Tiere, ihre Felder und die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel. Wenn immer mehr Zeit am Schreibtisch statt im Stall oder auf dem Feld verbracht werden muss, läuft etwas falsch. Bürokratieabbau ist deshalb gerade für unsere bäuerlichen Familienbetriebe kein abstraktes politisches Schlagwort“, betont Eggers.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Zukunft der Höfe. Viele landwirtschaftliche Familien stehen vor der Frage, ob und wie die nächste Generation den Betrieb übernehmen kann. Hohe Investitionen, zunehmende Auflagen und fehlende Planungssicherheit erschweren die Entscheidung für eine Hofnachfolge. Umso erfreulicher war es zu hören, dass einer der drei Schmoll-Söhne eine landwirtschaftliche Ausbildung anstrebt.
„Wir brauchen junge Menschen, die sich ganz bewusst für die Landwirtschaft entscheiden und bereit sind, Verantwortung für einen Hof zu übernehmen. Dafür muss sich diese Entscheidung aber auch lohnen und eine echte Zukunftsperspektive bieten. Gerade unsere familiengeführten Betriebe prägen den ländlichen Raum und gehören zu unserer Heimat“, so Eggers.
Nach seinem Hofpraktikum zog der Abgeordnete ein positives Fazit: „Ich habe an diesem Vormittag viel gelernt – und beim Anpacken schnell gemerkt, wie vielfältig und anspruchsvoll die tägliche Arbeit auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ist“, zieht Eggers Bilanz. „Mein herzlicher Dank gilt Guido Schmoll und seiner Familie für die Gastfreundschaft, die offenen Gespräche und dafür, dass ich einen Vormittag lang Teil des Hofalltags sein durfte.“
Pressmitteilung, 24.08.2026