Das gesellschaftliche Leben in meinem Wahlkreis lebt vom Engagement unserer Vereine. Sie bringen Menschen zusammen, stärken den Zusammenhalt und machen unsere Heimat lebendig. Organisiert wird all das meist ehrenamtlich – mit viel Herzblut und unzähligen Stunden freiwilligen Einsatzes.
Umso wichtiger ist es, die Menschen zu unterstützen, die diese Veranstaltungen überhaupt erst möglich machen. Deshalb freue ich mich sehr über eine konkrete Entlastung für unsere Vereine: Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit der GEMA einen neuen Pauschalvertrag geschlossen, der ab dem 1. Juli 2026 gilt. Den Anstoß gab ein Antrag von CDU und Grünen, in dem unter anderem auf das Förderprogramm „Starke Heimat Nordrhein-Westfalen“ verwiesen wurde, das inzwischen bis 2027 verlängert worden ist.
Für die Finanzierung stellt das Land bis Ende 2027 insgesamt drei Millionen Euro zur Verfügung. Ziel ist es, ehrenamtlich getragene Vereine und Organisationen bei den anfallenden GEMA-Gebühren zu entlasten und die Durchführung von Veranstaltungen zu erleichtern.
► Profitieren können gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Organisationen, deren Arbeit überwiegend ehrenamtlich getragen wird. Erfasst werden beispielsweise Sommerfeste, Dorffeste, Gemeindefeste oder Vereinsjubiläen mit Live- oder Tonträgermusik.
► Dabei gelten einige Voraussetzungen: Für die Veranstaltung darf kein Eintritt erhoben werden, die Veranstaltungsfläche darf maximal 500 Quadratmeter umfassen und die Veranstaltung muss vorab bei der GEMA angemeldet werden. Jede berechtigte Organisation kann bis zu vier Veranstaltungstage pro Kalenderjahr über den Pauschalvertrag abrechnen.
► Nicht erfasst sind dagegen unter anderem kommerzielle Veranstaltungen, Konzerte, Tanzveranstaltungen oder politische Veranstaltungen.
Mir ist dieses Thema ein echtes Anliegen. Ich erlebe in meinem Wahlkreis immer wieder, wie viel Engagement in unseren Vereinen steckt – bei den Schützen, in der Feuerwehr, im Sport, in der Kultur, in den Kirchengemeinden oder im sozialen Bereich. Ohne dieses Ehrenamt wäre unsere Heimat deutlich ärmer.
Gerade weil die Anforderungen an Vereine stetig wachsen und viele mit steigenden Kosten zu kämpfen haben, müssen wir bürokratische und finanzielle Hürden abbauen, wo immer es möglich ist. Die neue Vereinbarung mit der GEMA ist dafür ein gutes Beispiel: Sie schafft eine spürbare finanzielle Entlastung und gibt den Verantwortlichen vor Ort mehr Handlungsspielraum.
Besonders freue ich mich darüber, dass das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung und die GEMA bereits vereinbart haben zu prüfen, ob künftig auch Karnevals- und Schützenfestumzüge in den Rahmenvertrag aufgenommen werden können. Das wäre gerade für unsere Region mit ihrer starken Schützen- und Vereinskultur ein weiterer wichtiger Schritt. Unsere Vereine sollen sich auf das konzentrieren können, was wirklich zählt: Menschen zusammenzubringen, Gemeinschaft zu stiften und unsere Heimat lebendig zu halten.
Weitere Infos gibt es hier: https://www.gema.de/de/musiknutzer/kampagnen/ehrenamtliche-vereine-in-nrw