Landtagsabgeordneter Matthias Eggers blickt auf die Entwicklung der neuen Stadtbibliothek zurück und ist überzeugt: Sie wird ein Ort der Bildung, Kultur und Begegnung für alle Generationen werden.
Bereits als Schüler zog es mich immer wieder in die Dorte-Hilleke-Bücherei in der Mendener Innenstadt. Seit 1989 war das Alte Rathaus ihr Zuhause – ein beeindruckendes Gebäude aus dem Jahr 1912 mit hohen Räumen, langen Fluren und drei Etagen. Charmant, aber für eine moderne Bibliothek sicherlich nicht ideal. Dennoch war die Bücherei über Jahrzehnte hinweg ein prägender und passender Bestandteil unserer Innenstadt.
Ohne die Entscheidung des Stadtrates, eine Etage im Siepmann-Bau anzumieten, wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, die Bibliothek zu verlagern. Doch diese Entscheidung war Teil des städtischen Beitrags, um die marode Dieler-Immobilie endlich hinter uns zu lassen. Natürlich hätte dort auch eine Verwaltungsabteilung einziehen können. Warum also nicht die Chance nutzen, etwas Neues zu wagen?
Die Idee einer modernen Bibliothek – alles auf einer Ebene, offen, hell und großzügig gestaltet, gleichzeitig mit liebevoll eingerichteten Bereichen zum Lesen, Lernen und Verweilen – hat mich von Anfang an begeistert. Besonders überzeugt hat mich der Gedanke, endlich eine wirklich barrierefreie Bibliothek für alle Generationen zu schaffen.
Hinzu kommt die neue Veranstaltungsfläche, die künftig Raum für Lesungen, Vorträge, Workshops und Begegnungen bieten wird. Damit wird die Bibliothek weit mehr als ein Ort für Bücher sein – sie wird zu einem lebendigen Treffpunkt mitten in unserer Stadt.
Besuche in Bibliotheken in Langenfeld, Köln-Kalk, Düsseldorf und insbesondere in der Deichmann-Bibliothek in Oslo haben mich in dieser Überzeugung bestärkt: Warum sollte ein solches Konzept nicht auch in Menden erfolgreich sein?
Nun ist unsere neue Stadtbibliothek eröffnet. Ja, es hat Zeit gebraucht. Und ja, es hat die Verantwortlichen rund um Leiterin Veronika Czerwinski viel Kraft und Nerven gekostet. Auch an mir sind manche Diskussionen und Angriffe nicht spurlos vorbeigegangen. Heute überwiegt jedoch die Freude über das großartige Ergebnis.
Ich bin überzeugt: Die Mendenerinnen und Mendener werden ihre neue Bibliothek annehmen, mit Leben füllen und zu einem echten Ort der Begegnung machen.


