BEMU-Technologie als zukunftsfähige Alternative zur vollständigen Elektrifizierung.
Zu einem intensiven Austausch traf sich der Landtagsabgeordnete Matthias Eggers am Bahnhof Binolen mit Johannes Schmoll und Markus Hüsken von den Eisenbahnfreunden Hönnetal e. V.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die mögliche Elektrifizierung der Hönnetalbahn sowie der Einsatz von Alternativen. Der Abgeordnete Eggers hatte ebenso wie die Aktiven der Eisenbahnfreunde aus der Presse erfahren, dass die Deutsche Bahn angeblich eine Elektrifizierung der Hönnetalbahn in Erwägung ziehen würde. Vor dem Hintergrund des notwendigen Neubaus der Brücke am Heimkerweg wurden dabei auch die erheblichen baulichen, planerischen und finanziellen Herausforderungen deutlich, die eine vollständige Elektrifizierung mit sich bringen würde. Matthias Eggers suchte deswegen das Gespräch mit den Experten der Eisenbahnfreunde, um sich auf ein anstehendes Gespräch mit dem
Bevollmächtigten der Deutschen Bahn vorzubereiten.
Die Eisenbahnfreunde erläuterten beim Termin in Binolen, dass sie für die Hönnetalbahn eher den Einsatz sogenannter BEMU-Fahrzeuge (Battery Electric Multiple Units) favorisieren. Dabei handelt es sich um Hybridzüge, die unter Fahrdraht Strom laden und in Abschnitten ohne Oberleitung im Akkubetrieb fahren können.
Für den Betrieb dieser Fahrzeuge wären sogenannte Ladeinseln erforderlich – kurze elektrifizierte Streckenabschnitte, auf die längere Abschnitte ohne Oberleitung folgen. „Im Hönnetal könnte zum Beispiel der Abschnitt Fröndenberg – Menden als eine solche Ladeinsel elektrifiziert werden“, so der EFH-Pressesprecher Johannes Schmoll. Der weitere Verlauf der Strecke bis Neuenrade könnte dann ohne durchgehende Oberleitung betrieben werden. „Wenn man so plant, könnte die Brücke auch in alter Höhe gebaut werden, aber man kann sich auch vorstellen, dass für den Güterverkehr in die Horlecke die Oberleitung geplant wird“, erläuterte Schmoll.
Matthias Eggers kann dieser Variante viel abgewinnen: „Das BEMU-Konzept verbindet Klimaschutz, moderne Technik und wirtschaftliche Vernunft. Gerade für Strecken wie die Hönnetalbahn eröffnet es die Chance, einen leistungsfähigen Bahnbetrieb zu sichern, ohne massive bauliche Eingriffe vornehmen zu müssen.“
Weiterhin tauschten sich die Eisenbahnfreunde mit dem Abgeordneten auch über die Fahrzeiten auf der Strecke aus. „Ein attraktiver Schienenverkehr braucht verlässliche Verbindungen – auch am Abend. Eine Ausdehnung der Strecke Fröndenberg – Neuenrade könnte ein echter Gewinn für Pendlerinnen und Pendler sowie für Freizeit und Tourismus
sein“, stimmte Eggers zu. Gerade zur weiteren touristischen Erschließung des Hönnetals sei die Hönnetalbahn ein wichtiger Baustein, so der Abgeordnete.
Pressemitteilung vom 23.01.2026