Matthias Eggers über ABC-Klassen: Bildung beginnt vor der Einschulung

In Nordrhein-Westfalen soll ein neues Konzept für die frühzeitige Sprachförderung eingeführt werden: die sogenannten ABC-Klassen.

Sie richten sich an Kinder im Jahr vor der Einschulung, deren Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen, um dem Unterricht problemlos folgen zu können. Ziel ist es, diese Kinder gezielt zu fördern, damit sie mit besseren Voraussetzungen in die Schule starten.

Sprache ist der Schlüssel zu Bildung. Kinder, die Schwierigkeiten haben, dem Unterricht zu folgen, haben oft von Anfang an Nachteile – und diese lassen sich später nur schwer wieder ausgleichen. Genau hier setzen die ABC-Klassen an: Sie sollen Kinder stärken, bevor die Schule richtig beginnt, und so gleiche Chancen für alle schaffen.

Die Umsetzung sieht vor, dass die Sprachstandserhebung im Frühjahr vor der Einschulung vereinheitlicht wird. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Kinder, die zusätzlichen Förderbedarf haben, in den ABC-Klassen ein Jahr lang gezielt unterstützt. Außerdem wird die Schulanmeldung etwas vorgezogen, damit ausreichend Zeit für die Förderung bleibt.

Ich finde es besonders wichtig, dass wir früh ansetzen und dafür sorgen, dass jedes Kind gleiche Startbedingungen bekommt. Bildung beginnt nicht mit der ersten Klasse, sondern schon viel früher – und je besser wir Kinder von Anfang an unterstützen, desto mehr profitieren sie später in der Schule und im Leben.

Die ABC-Klassen sind ein Schritt in die richtige Richtung, um Chancengerechtigkeit und Bildungsgerechtigkeit von Anfang an zu stärken. Es bleibt spannend zu sehen, wie das Konzept umgesetzt wird und wie Kinder, Eltern und Lehrkräfte davon profitieren können.

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